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Wenn die Knochen brüchig werden
Moderne Osteoporosebehandlung fördert die Knochenqualität


(rgz). Auch wenn man es nicht sehen kann: Unsere Knochen sind ständig in Bewegung, denn ihr Gewebe wird zeitlebens erneuert. Ein permanenter Knochenaufbau durch spezielle Zellen, sogenannte Osteoblasten, und ein Knochenabbau durch Osteoklasten sorgen dafür, dass das Knochengewebe nicht endlos wächst und kleine Defekte rasch repariert werden. Zugleich wird das Knochengerüst so an individuelle Erfordernisse angepasst - es wird dort verstärkt, wo es am meisten belastet wird.

Missverhältnis zwischen Ab- und Aufbau

Während beim Mann Testosteron für den Aufbau der Knochendichte entscheidend ist, spielen bei Frauen Östrogene eine wichtige Rolle für die Ausprägung der Knochenmasse. Das Ende der Östrogenproduktion kann bei Frauen nach den Wechseljahren zu einem Ungleichgewicht im Knochenstoffwechsel führen: Osteoporose. "Dabei kommt es zu einem Missverhältnis zwischen Knochenauf- und -abbau in dem Sinne, dass weniger neuer Knochen aufgebaut wird, als durch den Abbau verloren geht", erklärt Prof. Dr. Hans-Peter Kruse. Das Knochengewebe unterliegt dabei allerdings nicht nur dem Verlust an Knochensubstanz (mehr Infos unter www.konnektiv-osteoporose.de). "Zusätzlich verändert sich auch die innere Struktur", weiß der Hamburger Osteoporose-Spezialist. Eine erhöhte Knochenbrüchigkeit ist die Folge.

Die Knochenstruktur verbessern

Nach der Leitlinie des Dachverbandes Osteologie (DVO) werden Medikamente mit drei verschiedenen Wirkmechanismen als erste Wahl für die Osteoporosetherapie bei Frauen nach den Wechseljahren eingestuft. Neben den Knochenaufbau fördernden Substanzen wie dem Parathormon Teriparatid gibt es Stoffe, die den Knochenabbau bremsen - sogenannte Bisphosphonate. Als dritte Option steht eine Substanz zur Verfügung, die beide Wirkmechanismen kombiniert: "Strontiumranelat, das in Protelos enthalten ist, wirkt quasi von zwei Seiten, indem es den Knochenabbau hemmt und zugleich den Knochenaufbau stimuliert", weiß der Leverkusener Spezialist Prof. Dr. Johann Ringe. Auf diese Art werde die Knochenqualität bis in die Mikroarchitektur nachweislich verbessert.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Risiko nicht unterschätzen

Osteoporose ist eine ernst zu nehmende Erkrankung des Knochenstoffwechsels. Experten schätzen, dass in Deutschland knapp acht Millionen Menschen daran erkrankt sind. Ein Grund für steigende Zahlen ist neben einer hohen Lebenserwartung auch ein Lebensstil, der schwächend auf die Knochen wirkt. Frauen sind dabei gefährdeter als Männer und alte Menschen häufiger betroffen als junge. Als Risikofaktoren gelten Untergewicht, mangelnde Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr, Alkoholmissbrauch, Rauchen, mangelnde körperliche Aktivität und Oberschenkelhalsbrüche bei den Eltern.

Fit und aktiv sein bis ins hohe Alter - das wünschen sich die meisten Frauen.
Fit und aktiv sein bis ins hohe Alter - das wünschen sich die meisten Frauen.

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