Gesundheits-News

Was das Hänschen nicht hört ...
Hörscreening für Neugeborene


(djd). "Horch, was kommt von draußen rein!" - dieses Motto hat der diesjährige Tag gegen den Lärm am 29. April 2009. Im Mittelpunkt stehen dann alle Geräusche, die im täglichen Leben allgegenwärtig sind und vor allem in der eigenen Wohnung zur Belastung werden können (Infos unter www.tag-gegen-den-laerm.de). Schlimmer als die Belästigung durch Lärm ist es aber, gar nicht oder nur schlecht hören zu können.

Hörstörungen frühzeitig erkennen

Eigentlich ist der Säugling putzmunter und immer zu einem fröhlichen Lachen aufgelegt. Das Einzige, was den Eltern merkwürdig vorkommt: Selbst auf laute Geräusche in seiner Umgebung zeigt das Baby keine Reaktion. Das ist meist das einzige Zeichen einer Schwerhörigkeit. Sie fällt den Eltern früh auf, aber oft wollen sie es nicht wahrhaben, und so dauert es viel zu lange, bis die richtige Diagnose gestellt ist. Seit dem 1. Januar 2009 übernehmen deshalb die gesetzlichen Krankenkassen eine Untersuchung bei Kleinkindern. Die Direktkrankenkasse BIG empfiehlt allen Eltern, dieses Hörscreening gleich bei ihren Neugeborenen durchführen zu lassen - entweder direkt im Krankenhaus oder bei ambulanter Entbindung durch den Kinderarzt. So lassen sich Hörstörungen mit bis zu 98-prozentiger Sicherheit und völlig schmerzfrei erfassen. Mehr Informationen gibt es unter www.big-direkt.de

Je früher, desto besser

In Deutschland wird etwa eines von 1.000 Kindern mit einer beidseitigen Hörstörung geboren. Bleibt diese Schädigung unentdeckt, kommt es neben Entwicklungsstörungen in unterschiedlichsten Bereichen vor allem zu Störungen der Sprachentwicklung. Professor Thomas Lenarz von der Medizinischen Hochschule Hannover: "Das Gehirn hat eine bestimmte Aufnahmephase für die Entwicklung von Sprache. Wenn in dieser Zeit das Hören nicht da ist, kann das später nicht mehr nachgeholt werden." Je früher die Erkrankung behandelt wird, desto besser kann den Kindern geholfen werden. Im Hörscreening werden Störungen frühzeitig diagnostiziert. Es misst eine Art Echo, das die Sinneszellen bei Erregung durch einen akustischen Reiz im Ohr zurücksenden.

Gute Behandlungsmöglichkeiten

Hörschädigungen im Kleinkindalter können sehr gut therapiert werden. Professor Lenarz: "Da sind zum Beispiel Hörgeräte. Wenn das Kind taub ist, haben wir heute die Möglichkeit, durch ein Kochlaer-Implantat - das ist eine elektronische Hörprothese - das Ohr funktionell zu ersetzen. Es gibt aber auch Kinder, bei denen eine Ohroperation erforderlich ist."

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
(djd). "Horch, was kommt von draußen rein!" - dieses Motto hat der diesjährige Tag gegen den Lärm am 29. April 2009. Im Mittelpunkt stehen dann alle Geräusche, die im täglichen Leben zur Belastung werden können (Infos unter www.tag-gegen-den-laerm.de). Schlimmer als die Belästigung durch Lärm ist es aber, gar nicht oder nur schlecht hören zu können.
Seit dem 1. Januar 2009 übernehmen deshalb die gesetzlichen Krankenkassen eine Untersuchung auf Schwerhörigkeit bei Kleinkindern. Die Direktkrankenkasse BIG empfiehlt allen Eltern, dieses so genannte Hörscreening gleich bei ihren Neugeborenen durchführen zu lassen - entweder direkt im Krankenhaus oder bei ambulanter Entbindung durch den Kinderarzt. So lassen sich Hörstörungen mit bis zu 98-prozentiger Sicherheit und völlig schmerzfrei erfassen. Mehr Informationen gibt es unter www.big-direkt.de
Je früher die Erkrankung behandelt wird, desto besser kann den Kindern geholfen werden. Professor Thomas Lenarz von der Medizinischen Hochschule Hannover: "Das Gehirn hat eine bestimmte Aufnahmephase für die Entwicklung von Sprache. Wenn in dieser Zeit das Hören nicht da ist, kann das später nicht mehr nachgeholt werden."

Seit dem 1. Januar 2009 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen eine Untersuchung auf Schwerhörigkeit bei Kleinkindern.
Seit dem 1. Januar 2009 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen eine Untersuchung auf Schwerhörigkeit bei Kleinkindern.

« zurück

© 2013 klinik-krankenhaus.de - H nschen - H rscreening - Neugeborene
zum Seitenanfang