Gesundheits-News

Unbekannte Sinne
Hitparade der beliebtesten Irrtümer über das Hören


(djd/pt). Laut geht es zu im Mutterleib. Das Herz der Mutter schlägt und dröhnt. Das Blut in der Nabelschnur verursacht Strömungsgeräusche wie eine WC-Spülung. Direkt nebenan arbeitet Mamas Darm und macht höllisch Lärm. All das hört das heranwachsende Kind bereits ab der Mitte der Schwangerschaft. Die weit verbreitete Ansicht, ein Neugeborenes höre noch nichts, ist falsch. Ebenso die Meinung, unsere Ohren würden während der Nacht schlafen, während sie tatsächlich ständig auf Empfang sind. Das sind nur zwei von vielen gängigen Irrtümern rund um das Hören. Falsch ist zum Beispiel auch die Meinung, Hörverlust sei gleich Hörverlust. Tatsächlich liegt zwischen gutem Hören und Taubheit eine große Bandbreite von unterschiedlichen Hörverlust-Graden.

Gefährliches Unwissen

Irrtümer rund ums Hören können auch gefährlich sein. Wie etwa die Ansicht, dass Lärm erst nach Jahren schädige. "Kontinuierlicher Dauerlärm ist tatsächlich ungesund, aber in besonders lauten Fällen reichen schon einzelne Lärmsituationen für einen dauerhaften Schaden", erklärt Birgit Ramin, die Leiterin des Bereichs Hörakustik bei der Phonak GmbH (www.phonak.de). Spielzeugpistolen, echte Waffen, Silvesterknaller und Explosionen können zu lebenslangen Hörproblemen führen. Daher sollte man vorbeugen. Schon einfache Ohrstöpsel sind weit wirksamer zur Lärmdämmung, als die meisten glauben.

Schwerhörigkeit trifft auch Junge

Oft wird angenommen, dass Schwerhörigkeit nur ältere Menschen treffe. Das ist falsch. Ein bis zwei von tausend Neugeborenen, jeder vierte Jugendliche, jeder dritte Erwachsene ab dem 40. Lebensjahr und jeder zweite über 70-Jährige hört schlecht. Viele Menschen glauben irrtümlich, dass das nicht weiter schlimm sei. Tatsächlich führt schlechtes Hören aber oft zu massiven sozialen und psychischen Problemen und bringt so Einbußen der Lebensqualität mit sich.
Wirksame Hilfe bringen Hörsysteme, die entgegen weit verbreiteter Vorurteile schon lange nicht mehr groß, beige und hässlich sind. Die leistungsstarken Geräte in modernem Design wiegen heute nur noch wenige Gramm und verschwinden fast vollständig im oder hinter dem Ohr und sind wahre Klangwunder.



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