Gesundheits-News

Trügerische Sonne
Erkältungen in der Übergangszeit vermeiden


(djd/pt). In der ersten Jahreshälfte ist in deutschen Büros allerorten Vollgas angesagt. Jahresziele werden formuliert und anschließend intensiv auf deren Erfüllung hingearbeitet. Zeigt sich draußen die Sonne dann häufiger, so lassen sich Frauen wie Männer leicht dazu verführen, ihre berufliche Dynamik auch in sportlich-leichter Kleidung auszudrücken. Da werden kurze Hemden aus dem Schrank geholt und dünne Blusen übergestreift, obwohl dies die Außentemperaturen nüchtern betrachtet keinesfalls rechtfertigen. Die Sonne am Himmel ist trügerisch, und nicht selten ist der Lohn für den dynamischen Look eine handfeste Erkältung.

Wie behandeln?

Krank machen gilt nicht in beruflich anstrengenden Phasen, und so doktern viele Arbeitnehmer zunächst mit Hausmitteln herum. Da wird Hühnersuppe gekocht und mit Salzwasser hantiert. Erst wenn nichts fruchten will, folgt der Gang zum Arzt. Doch braucht es dann gleich ein Antibiotikum? Bei einer Umfrage des Robert Koch-Instituts und der Berliner Charité, bei der 1.076 Bundesbürger zu Arzneimitteln gegen Infektionen befragt wurden, gaben 80 Prozent an, ihrem Arzt zu vertrauen, wenn dieser ein Antibiotikum für überflüssig hält. Bei akuten Atemwegsinfekten ist für Allgemeinmediziner und Internisten hingegen, so der PM-Report 10/2009, das Präparat GeloMyrtol forte die erste Wahl. Es wird von ihnen am häufigsten auf grünem Rezept empfohlen. Wer also nur eine Bronchitis oder Beschwerden mit den Nebenhöhlen hat, kann sich nicht selten die Nebenwirkungen einer antibiotischen Behandlung ersparen.

Den Verlauf im Auge behalten

Wer allerdings munter weiter ins Büro geht, sollte den Heilungsverlauf sorgfältig im Auge behalten. So ist beispielsweise grün-gelber Auswurf ein echtes Alarmzeichen. Dies bestätigte der Berliner HNO-Facharzt Professor Dr. Hans Behrbohm jüngst auf einer Pressekonferenz: Zwar werden "Atemwegsinfekte in ihrer überwiegenden Mehrheit von Viren und nicht von Bakterien ausgelöst. Deshalb sind Antibiotika hier zunächst nicht indiziert, es sei denn, es kommt zu einer bakteriellen Superinfektion, die durch grün-gelbes Sekret, Fieber und eine Einschränkung des Allgemeinbefindens gekennzeichnet ist". Bei derlei Alarmzeichen ist also ein neuerlicher Arztbesuch sinnvoll.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Beeindruckende Studienergebnisse

Eine randomisierte, doppelblinde Studie an 676 Patienten mit akuter Bronchitis, die entweder mit Cefuroxim, Ambroxol, Myrtol standardisiert (GeloMyrtol) oder einem Placebo über zwei Wochen therapiert wurden (Matthys et al., 2.000) ergab: Myrtol standardisiert erreichte mit 95 Prozent die höchste Ansprechrate. Es konnten sowohl die nächtlichen Hustenattacken als auch der Husten während des Tages deutlich gesenkt werden.

In der Übergangszeit sollte das T-Shirt meist noch tabu sein.
In der Übergangszeit sollte das T-Shirt meist noch tabu sein.

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