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Tabuthema Hämorriden
Wenn der Gang zur Toilette Probleme macht


(djd/pt). Morgens vom Autositz auf den Bürostuhl und abends auf die Couch - das ist der alltägliche Rhythmus für viele Arbeitnehmer. Die Meisten verbringen ihre Tage vornehmlich sitzend, im Meeting, auf Geschäftsreise oder am Schreibtisch. Eine unangenehme Folge: Insbesondere Menschen, die oft und lange sitzen, sind anfälliger für Verstopfungen - und diese sind mit der häufigste Grund für vergrößerte Hämorriden. Viele Bundesbürger trinken außerdem zu wenig oder ernähren sich zu üppig und unausgewogen. Auch ein schwaches Bindegewebe gilt als Risikofaktor für Hämorridalleiden. Man schätzt, dass etwa jeder zweite über 30-Jährige hierzulande gelegentlich oder häufiger mit Beschwerden am Enddarm zu kämpfen hat.

Die Haut sanft heilen
Bei akuten oder andauernden Enddarmproblemen helfen abschwellende, entzündungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel. "Liegen Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen vor, empfiehlt es sich, Präparate wie etwa Posterisan zu verwenden", rät die Apothekerin Dr. Meike Criswell. Das enthaltene Wirkprinzip BKS (Bakterien-Kultur-Suspension) gleicht einer oberflächlichen Impfung und fördert den körpereigenen Heilungsprozess sowie das Abschwellen der Schleimhaut. Posterisan gilt als so gut verträglich, dass es auch für die Anwendung in der Schwangerschaft geeignet ist. Eine pflanzliche Alternative ist Posterine mit Hamamelis-Extrakt, als Akuttherapie das schmerzstillende Posterisan akut (alle rezeptfrei in der Apotheke, als Salben, Zäpfchen, Zäpfchen mit Mulleinlage). Für Menschen, die häufig unterwegs sind und Probleme im Enddarmbereich haben, sind die Salben auch in kleinen, reisefertigen Einmaltuben erhältlich.

Tipps für beschwerdefreies Sitzen
Viele Informationen über vorbeugende Maßnahmen, gesunde Ernährung, die richtige Bewegung und einen Selbsttest enthält der Patientenratgeber Gut zu wissen. Er steht unter www.haemorriden.net zum Download bereit oder kann kostenlos angefordert werden bei:
Dr. Kade Pharmazeutische Fabrik GmbH, Rigistraße 2, 12277 Berlin, Stichwort "Patientenratgeber Hämorriden".

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Was bringen Abführmittel?
"Abführmittel sollte man allenfalls kurzzeitig nehmen, wenn es gar nicht anders geht", rät Claudia Herzler, niedergelassene Ärztin für Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Sie machen den Darm träge und führen zu Reizungen. Weitaus sinnvoller sind tägliche Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von zwei bis drei Litern über den Tag verteilt. Zudem ist eine ausgewogene, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung wichtig.

Eine abwechslungsreiche, nicht zu üppige Ernährung schützt vor Verdauungsproblemen.
Eine abwechslungsreiche, nicht zu üppige Ernährung schützt vor Verdauungsproblemen.

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