Gesundheits-News

Sekundenschlaf - schuld an jedem vierten tödlichen Unfall auf Autobahnen
Tag der Verkehrssicherheit am 21. Juni 2008


(djd/pt). Die morgendliche Fahrt zur Arbeit oder die lange Anreise zum Urlaubsort - und plötzlich passiert es: Für wenige Augenblicke fallen dem Fahrer die Augen zu. Der Tag der Verkehrssicherheit am 21. Juni ist ein guter Anlass, um auf die unterschätzten Gefahren dieses so genannten Sekundenschlafs aufmerksam zu machen. So warnt Dr. Wolfram Hell, Leiter des Bereichs Verkehrsmedizin beim ADAC: "Müde ein Auto zu steuern kann genauso gefährlich sein wie alkoholisiert zu fahren. Für Deutschland zeigte eine Studie auf Autobahnen, dass eingeschlafene Fahrer für jeden vierten tödlichen Pkw-Verkehrsunfall verantwortlich waren." Der ADAC will hier für Aufklärung sorgen und hat das Ziel, die Zahl der schweren und tödlichen Verkehrsunfälle weiter deutlich zu senken. Doch Müdigkeit entsteht nicht nur durch zu wenig Schlaf, auch die Qualität des Schlafs ist von Bedeutung: Schnarcher beispielsweise sind besonders häufig von Tagesmüdigkeit betroffen.

Schlafapnoe - was ist das eigentlich?

Professor Dr. Jürgen Zulley, Leiter des schlafmedizinischen Zentrums an der Psychiatrischen Universitätsklinik Regensburg, erklärt die Unterschiede zwischen "normalem" Schnarchen und Schnarchen mit Atemaussetzern, der so genannten Schlafapnoe: "Bei einer Schlafapnoe steigert sich das Flattern der Weichteile bis zu einem Verschluss der Atemwege. Man bekommt keine Luft mehr. Finden derartige Atemaussetzer mehr als zehn Mal pro Stunde statt, muss man behandelt werden." So seien Aufwachen mit Atemnot, ein trockener Mund am Morgen oder Tagesmüdigkeit Indizien für diese gefährliche Störung. Klarheit schafft ein nächtliches Apnoe-Screening, das der HNO- oder Lungenfacharzt verordnen kann.

Flächendeckende Beratung

Betroffene, die der Sache auf den Grund gehen wollen, können sich im Internet unter www.atmungundschlaf.de ausführlich zu ambulanten Untersuchungen mit Screeninggeräten wie ApneaLink und Behandlungsmöglichkeiten mittels nCPAP-Therapie (nasale kontinuierliche Überdrucktherapie) informieren.
Auch eine Vorortberatung wird in Deutschland mittlerweile flächendeckend angeboten: In 19 Städten befindet sich heute ein "Treffpunkt ResMed" bzw. Servicepartner, der rund Schlaf und Atmung qualifizierte Beratung und Informationen bietet (www.resmed.de). Schlafapnoe-Patienten werden hier über Therapiemöglichkeiten informiert und erfahren eine persönliche und qualifizierte Versorgung.



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