Gesundheits-News

Schicksal nicht besiegelt
Moderne Behandlungsmethoden sichern die Lebensqualität von MS-Patienten


(djd/pt). "Ich war immer eine echte Rennsemmel", lacht Marion Lindner. Die Vorstellung, eines Tages nicht mehr laufen zu können, war für sie undenkbar. Umso härter traf es sie, als sie plötzlich Empfindungsstörungen in den Beinen feststellte und mit der Zeit Probleme mit der Koordination bekam. Die agile Mutter von drei Kindern hatte mit einem Mal Schwierigkeiten geradeaus zu laufen. Auf dem Bürgersteig driftete sie zur Straße ab, zu Hause blieb sie immer häufiger "am Türstock hängen". Nach einer Odyssee von Arzt zu Arzt brachte letztlich eine Magnetresonanztomographie die endgültige Diagnose: Multiple Sklerose.

Der Krankheit die Stirn bieten
"Lähmung - Rollstuhl - Bettlägerigkeit", schoss es Marion Lindner durch den Kopf. Die heute 43-Jährige fürchtete ihren Job als Sekretärin aufgeben zu müssen. Doch im Unterschied zu den meisten, die Multipler Sklerose mit Skepsis und Vorurteilen begegnen, reagierte ihr Chef aufgeschlossen: Trotz MS sei ihr der Arbeitsplatz sicher. Diese Chance und die Unterstützung ihrer Familie machte Marion Lindner Mut, ihrer Krankheit die Stirn zu bieten. Denn obwohl die in Schüben auftretende Erkrankung des zentralen Nervensystems nicht heilbar ist, kann sie doch mit einer modernen Therapie langfristig in Schach gehalten werden. Um akute Symptome zu lindern, werden die meisten MS-Patienten zunächst mit Kortison behandelt. Direkt im Anschluss kann eine Dauertherapie mit Interferon beta für einen sanfteren Krankheitsverlauf sorgen. Wie Langzeitstudien belegen, können hoch dosierte und hoch frequent verabreichte Interferon-beta-1a-Präparate, wie Rebif, das Fortschreiten der MS wesentlich verzögern, körperliche Beeinträchtigungen verhindern und die Schubrate maßgeblich senken. Frühzeitig begonnen ermöglicht die Therapie langfristig ein selbstbestimmtes und aktives Leben.

Patientenforum bietet Unterstützung
Dank der modernen Präparate haben die weltweit rund 2,5 Millionen MS-Patienten heute eine ebenso hohe Lebenserwartung wie Gesunde. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Gehbehinderung mit dem Fortschreiten der Erkrankung steigt, kommt gut ein Drittel der Betroffenen ein Leben lang ohne Rollstuhl oder Gehstock aus. Voraussetzung für die hohe Wirksamkeit der Interferone ist jedoch, dass sich MS-Patienten die verordnete Dosis kontinuierlich verabreichen - auch wenn sie sich vermeintlich gesund fühlen. Über ein Patientenforum unter www.leben-mit-ms.de können sich Betroffene informieren, austauschen und gegenseitig ermutigen.

Trotz MS berufstätig und aktiv - moderne Interferone können die Lebensqualität von Betroffenen langfristig sichern.
Trotz MS berufstätig und aktiv - moderne Interferone können die Lebensqualität von Betroffenen langfristig sichern.

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