Schach dem Darmkrebs
Spätestens ab Mitte 50 sollte man zur Früherkennung gehen
(djd/pt). Ab Mitte 50 wird es gefährlich im Darm. Denn ab diesem Lebensabschnitt steigt die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, merklich an. Zum Glück lässt sich diese Krebserkrankung schon im Frühstadium gut feststellen. Bei der Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, kann der Arzt gutartige Darmpolypen erkennen und entfernen, bevor aus diesen Geschwülsten bösartige Tumore werden. Leider wird diese Möglichkeit noch viel zu selten in Anspruch genommen. Nach Angaben der Felix Burda Stiftung gehört Deutschland in der Europäischen Union zu den Schlusslichtern bei der Darmkrebsvorsorge.
Bessere Bedingungen für die Darmspiegelung
Die Zurückhaltung kann keine finanziellen Gründe haben, da die Krankenkassen die Darmspiegelung für alle Versicherten ab 55 im Abstand von zehn Jahren bezahlen. Auch die Darmspiegelung selbst ist in der Regel schmerzfrei. Vielmehr bereitet das Drumherum dieser Untersuchung oft Sorge. Denn eine Voraussetzung für die genaue Beurteilung des Dickdarms ist eine gründliche Reinigung. Und die haben viele Menschen, die die Prozedur schon einmal durchgemacht haben, schlecht in Erinnerung: Tagelange Vorsicht beim Essen, ein exakter Zeitplan oder das Trinken von vier Litern einer salzigen Abführ-Flüssigkeit empfinden die meisten als Tortur. Sogar von Übelkeit und Erbrechen wird berichtet.
Verträgliche Mittel zur Darmreinigung
Mit modernen Mitteln ist das heute zum Glück kein Problem mehr. Präparate wie etwa Moviprep verringern die Menge der benötigten Flüssigkeitsaufnahme und erleichtern damit für viele Patienten die Vorbereitung. Diese so genannte 2-Liter-PEG-Lösung erzielt dabei ein gleich gutes Ergebnis wie herkömmliche abführende Präparate. Und sie bietet noch weitere Vorteile: Der Geschmack ist angenehm zitronig, das Risiko einer Austrocknung fällt ebenso weg wie die Einhaltung komplizierter Diätvorschriften. Davon profitieren besonders jene Menschen, die aufgrund einer Darmerkrankung oder einem erhöhten Risiko regelmäßig zur Darmspiegelung gehen müssen.
--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
So funktioniert die Darmreinigung
Die in modernen Trinklösungen enthaltenen Stoffe können die Darmwand aufgrund ihrer Molekülgröße nicht überwinden und liegen daher im Verdauungstrakt in hoher Konzentration vor. Der hohe Anteil an Flüssigkeit weicht den Stuhl im Darm auf. Zusätzlich führt das vergrößerte Volumen dazu, dass die natürliche Bewegung des Darms und der Entleerungsreflex stimuliert werden - es kommt zur Stuhlentleerung. Interessierte finden unter www.moviprep.de einen erklärenden Kurzfilm.
Am Vorabend und am Morgen der Untersuchung trinkt der Patient jeweils einen Liter PEG-Lösung plus 500 ml klare Flüssigkeit.
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