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Rasche Gewissheit bei der Krebsvorsorge
Weltgesundheitstag


(djd/pt). Wenn sie an ihre Gesundheit denken, machen sich viele Frauen auch Sorgen über mögliche Krebsrisiken. Neben Brust- und Darmkrebs sind es vor allem Erkrankungen an den Geschlechtsorganen, die sie fürchten. Regelmäßige Untersuchungen mit einem Abstrich zur Krebsvorsorge sind daher für Frauen ein Muss. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken dennoch jährlich rund 6.500 Deutsche an Gebärmutterhalskrebs - die meisten Betroffenen sind zwischen 35 und 55 Jahre alt. Im Alter zwischen 55 und 60 sinkt die Krankheitswahrscheinlichkeit, um danach erneut anzusteigen. Insgesamt haben die 1970 eingeführten Vorsorgeuntersuchungen jedoch dafür gesorgt, dass das Auftreten von Zervixkarzinomen zurückgegangen ist.

Unklare Befunde

Doch gerade bei älteren Patientinnen sorgen diese Abstriche für Unsicherheit. Denn häufig fallen die Befunde bei Frauen nach den Wechseljahren, die keine Hormone nehmen, nicht eindeutig aus. Unter dem Mikroskop ist es oftmals schwer zu erkennen, ob es sich um gesunde oder um krebsverdächtige Zellen handelt. Ursache dafür sind die Veränderungen, die sich mit Versiegen der körpereigenen Östrogenproduktion bemerkbar machen: Die Schamlippen bilden sich zurück, die Scheidenschleimhaut wird dünner und empfindlicher. Zudem verkümmern die Zellen der stark zurückgegangenen Hautschichten. Sie sind deutlich kleiner als zuvor, weisen kaum Zellflüssigkeit auf und haben weniger Inhaltsstoffe eingelagert. In diesem Zustand können sie mit Tumorzellen verwechselt werden. Das löst bei den Patientinnen Ungewissheit und unnötige Angst aus. In über 80 Prozent der Fälle stellt sich der unheilvolle Verdacht bei den Folgeuntersuchungen als grundlos heraus.

Östrogen erleichtert Diagnose

Um klare Befunde zu erzielen, behandeln viele Frauenärzte den Scheidenbereich vor dem Abstrich mit dem körpereigenen Östriol - beispielsweise mit Oekolp Creme oder Vaginalzäpfchen. Das Hormon wirkt nahezu ausschließlich lokal und baut die Schleimhaut wieder auf. Nach einigen Wochen der Östrogenbehandlung nehmen die gesunden Zellen wieder ihr typisches Aussehen an und lassen sich unter dem Mikroskop von krankhaft veränderten Zellen unterscheiden. Die milde Behandlung hat noch einen weiteren Effekt: Die Schleimhaut wird besser durchblutet, sie ist wieder elastischer und widerstandsfähiger. Scheidentrockenheit und brennende Schmerzen im Vaginalbereich werden dadurch gelindert.



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