Gesundheits-News

Nicht immer ist die Kälte schuld
Harnwegsinfekte im Winter: Was sind die Ursachen?


(djd/pt). Bibbern an der Bushaltestelle, frösteln an den Füßen - in der kalten Jahreszeit leiden besonders Frauen oft an einer unschönen Folge des ständigen Frierens: Blasenentzündungen treten jetzt gehäuft auf. Viel trinken, warme Schuhe und ein gut verpackter Unterleib können dagegen vorbeugen. Was aber, wenn die Harnwege trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer wieder von Infekten heimgesucht werden? Dann liegt die Ursache vielleicht woanders: Gerade bei Frauen, die langjährig die Pille einnehmen oder sich in der Menopause befinden, kann auch ein Östrogenmangel zur Infektanfälligkeit beitragen.

Gesunde Scheidenflora stärkt die Abwehr

Das weibliche Sexualhormon ist wichtig für den Aufbau und Erhalt einer gesunden Scheidenflora. Es reguliert die Erneuerung der Zellen und garantiert eine gute Durchblutung und Befeuchtung. In diesem gesunden Milieu sorgen Milchsäurebakterien für einen sauren pH-Wert, der die Vermehrung von Krankheitserregern ausbremst. Fehlt das Östrogen, bildet sich die Scheidenhaut zurück und wird trocken - man spricht von einer vaginalen Atrophie. Die nützlichen Bakterien können unter diesen Bedingungen nicht mehr arbeiten, Keime dringen leichter ein und breiten sich oft auch auf die Harnwege aus (mehr zum Thema unter www.hormontherapie-wechseljahre.de).

In so einem Fall reichen Tee und Wärme oft nicht aus, um sich gegen ständig wiederkehrende Blasenentzündungen zu wappnen. Stattdessen kann eine lokale Östrogentherapie, etwa mit Oekolp Vaginalcreme oder Vaginalzäpfchen, helfen, die Scheidenhaut wieder aufzubauen und so die Abwehr zu stärken. Wann eine solche Behandlung sinnvoll ist, sollte mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Auch die Lust kann leiden

Eine vaginale Atrophie kann außer Harnwegsinfekten aber noch weitere unangenehme Folgen haben, denn die rückgebildete Scheidenhaut ist auch empfindlich gegen mechanische Belastungen und neigt zu kleinen Verletzungen und Mikrorissen. So wird Sex, die schönste Nebensache der Welt, häufig zu einer schmerzhaften Angelegenheit. Eine örtliche Hormonbehandlung kann dann die Lust an der Lust zurückbringen.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Vorteile der lokalen Behandlung

(djd). Bei einer lokalen Therapie wird das Medikament nicht eingenommen, sondern direkt an der betroffenen Stelle angewendet. Das heißt, der Wirkstoff greift nicht in den Stoffwechsel des Körpers ein und hat dadurch in der Regel keine oder viel weniger Nebenwirkungen. So kann zum Beispiel das natürliche Östrogen Estriol in Oekolp als Vaginalzäpfchen oder -creme schon in sehr niedriger Dosierung effektiv gegen Intimprobleme wie Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Verkehr und Infektionen wirken.

Wer den Herbst im Freien genießen will, sollte sich immer schön warm anziehen. Besonders Frauen bekommen leicht einen Harnwegsinfekt, wenn Füße und Unterleib frieren.
Wer den Herbst im Freien genießen will, sollte sich immer schön warm anziehen. Besonders Frauen bekommen leicht einen Harnwegsinfekt, wenn Füße und Unterleib frieren.

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