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Narben gehen unter die Haut
Operationsfolgen


(djd/pt). Ein Schnitt in den Finger oder ein Sturz mit dem Fahrrad und schon ist die Verletzung geschehen. Als lebenslange Begleiterscheinungen von Unfällen oder Operationen bleiben häufig Narben zurück, die im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen. Denn auch die Seele trägt Spuren davon. Häufig leiden die Betroffenen zudem unter ständigen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. So wie Hildegard Bauer: Eine auffallende wulstige Narbe sollte sie für immer an die Operation an ihrer Hand erinnern. Nicht nur ein ästhetischer Makel, sondern auch eine echte Behinderung im Alltag.

Behandlung von Problemnarben

Im Idealfall heilt eine Narbe so ab, dass nur noch eine beinahe unsichtbare, blasse Kontur zu sehen ist. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Oft kommt es zur Bildung so genannter hypertropher Narben, die sich durch Erhabenheit und Röte auszeichnen. Eine solche Problemnarbe entwickelte sich auch bei Hildegard Bauer. Sie suchte schließlich Rat bei einer Expertin, um die Narbe, wenn auch nicht endgültig zu entfernen, so doch wenigstens nachhaltig lindern zu können. Die Rentnerin entschied sich für eine Behandlung mit Silikon-Gel, denn diese ist sowohl bei frischen als auch bei älteren Narben möglich. Das Silikon-Gel Dermatix z.B. ist in Apotheken erhältlich und kann einfach zu Hause angewendet werden. Es wird zweimal täglich dünn auf die betroffene Stelle aufgetragen. Nur kurz trocknen lassen und schon kann man den Alltagsgeschäften wie gewohnt nachgehen. Der Schutzfilm macht jede Bewegung mit und schränkt nicht ein. "Silikon-Gel kann die Wiederherstellung der verletzten Hautoberfläche gerade an Stellen wie Gesicht, Hals oder stark bewegten Gelenken unterstützen", erläutert Dr. Janken Gautsch, Fachärztin für Plastische Chirurgie.

Studie bestätigt Wirksamkeit

In einer Beobachtungsstudie mit rund 1500 Patienten wurde jetzt die Wirksamkeit der Behandlung mit Dermatix untersucht. Die Anwendung des Gels erfolgte dabei in einem Zeitraum von 2-6 Monaten zweimal täglich. Das Ergebnis: Bei 80 Prozent der Patienten wurden eine farbliche Verbesserung sowie eine Linderung der Symptome festgestellt. Schon bald nach Beginn der Therapie zeigten sich auch bei Hildegard Bauer erste positive Veränderungen: "Die Narbe ist blasser und weicher geworden - und ich kann meine Hand wieder ganz normal bewegen."



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