Gesundheits-News

Mut zum Wunschkind
Fruchtbarkeitsstörungen werden häufig erst spät erkannt


(djd/pt). Die Deutschen machen lieber Karriere als Kinder. Die Kinderlosigkeit ist mittlerweile erheblich stärker ausgeprägt als noch vor 20 oder 30 Jahren. Inzwischen haben über 40 Prozent der 30- bis 34-jährigen Frauen kein Kind. Viele Paare denken meist erst dann an die Gründung einer Familie, wenn sich beide erfolgreich im Beruf etabliert haben. Allerdings geht dieser Plan nicht immer auf. Bestehende Fruchtbarkeitsstörungen werden in vielen Fällen nicht oder erst sehr spät erkannt. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, schon ab dem 30. Lebensjahr sinkt, glauben 40 Prozent der Bevölkerung, dies sei erst ab 40 der Fall, wie Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach ergaben.

Behandlung wird einfacher

Schätzungen zufolge wünschen sich derzeit rund 12,8 Millionen Frauen und Männer zwischen 25 und 59 Jahren ein Kind. Und über 80 Prozent der Betroffenen konsultieren einen Arzt - doch nur ein Drittel davon wendet sich an einen Spezialisten in einem Kinderwunschzentrum. Die meisten hoffen, dass es auch ohne medizinische Hilfe klappt oder werden erst an ein IVF-Zentrum überwiesen, wenn es fast schon zu spät ist. Unter www.kinderwunsch.de gibt es nähere Informationen zu IVF-Zentren in der Nähe des Wohnorts, Informationen über Behandlungsmöglichkeiten und Broschüren zum Download. Dabei wird die Behandlung von Frauen mit Kinderwunsch immer einfacher. Eine neue Behandlungsmethode reduziert die Zahl der Hormoninjektionen.

Weniger Spritzen - weniger Stress

Mit dem Fertilitätshormon Corifollitropin alfa (Elonva) ist zu Beginn des Behandlungszyklus nur noch eine Spritze zur Stimulation der Eizellen notwendig, statt wie bisher täglich eine Spritze an sieben aufeinanderfolgenden Tagen. Das Fruchtbarkeitshormon besitzt eine längere Wirksamkeit und fördert die Reifung der Eibläschen. Mit der Einführung von Corifollitropin alfa ist die Kinderwunschbehandlung einfacher und komfortabler geworden. Für Frauen ist die Behandlung weniger belastend, die Therapie insgesamt patientenfreundlicher und zeitlich besser zu terminieren.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Eizellgewinnung

Zu Beginn eines Zyklus bei der Kinderwunschbehandlung wird medikamentös nachgeholfen, um Eizellen zur Reifung zu bringen. Sind ausreichend Follikel gereift, wird der Eisprung ausgelöst und circa 35 Stunden später werden die reifen Eizellen entnommen. Nach der Befruchtung im Labor werden ein bis zwei Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt, man spricht vom sogenannten Embryonentransfer.

Die Behandlung von Frauen mit Kinderwunsch wird immer einfacher. Eine neue Behandlungsmethode reduziert die Zahl der notwendigen Hormoninjektionen.
Die Behandlung von Frauen mit Kinderwunsch wird immer einfacher. Eine neue Behandlungsmethode reduziert die Zahl der notwendigen Hormoninjektionen.

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