Gesundheits-News

Müde, energielos, von Schmerzen geplagt?
Großer Informationsbedarf zum Thema chronische Übersäuerung und mögliche Folgen für die Gesundheit


Ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis im menschlichen Organismus spielt eine zentrale Rolle im Ablauf der meisten Stoffwechselvorgänge. Damit sie optimal ablaufen können, wird ein relativ konstanter pH-Wert im Blut und im Inneren der Körperzellen benötigt. Zahlreiche Nahrungsmittel liefern jedoch zusätzliche Säuren von außen. Werden diese nicht durch eine ausreichende Zufuhr basischer Mineralstoffe neutralisiert, so lagert sich die überschüssige Säure in Knochen, Gelenken und Bindegewebe ab. Eine falsche, einseitige Ernährung führt auf Dauer zu einer chronischen Übersäuerung des Körpers.

Wie erkennt man diese sogenannte latente Azidose und welche Folgen hat sie für die eigene Gesundheit? Welche Lebensmittel sind gut, welche schlecht für den Säure-Basen-Haushalt? Die Bandbreite an Themen eines Expertentelefons war groß. Vier Fachleute beantworteten in sechs Stunden eine Fülle an Fragen zu Ernährung, Rückenschmerzen und Rheuma. Am Telefon saßen:

- Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Vormann, Mitglied der British Physiological Society und mehrerer deutscher wissenschaftlicher Gesellschaften sowie im Vorstand / wissenschaftlichen Beirat verschiedener Gesellschaften für Nährstoffmedizin. Vorstand des Instituts für Prävention und Ernährung (IPEV) in Ismaning bei München mit den Schwerpunkten Nährstoffmedizin, Gesundheitsprogramme, Biochemie und Pathophysiologie von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

- Apothekerin Jutta Doebel, Ernährungs- und Diätberaterin, Fachautorin, TV-Expertin mit den Schwerpunkten Orthomolekulare Medizin und Gesundheitsberatung in den Bereichen Osteoporose, Rheuma, Arteriosklerose, Säure-Basen-Haushalt.

- Apothekerin Dr. Kerstin Gaber, Medizinisch-wissenschaftliche Managerin bei Protina Pharm. GmbH mit den Schwerpunkten Supplementierung von Mineralstoffen und Spurenelementen, Physiologie und Sportphysiologie des Säure-Basen-Haushalts.

- Ernährungswissenschaftlerin Dr. Bettina Lassnack, Ökotrophologin mit den Schwerpunkten klinische Ernährungsberatung und Einzelberatungen im Bereich Adipositas.

Dass eine falsche Ernährung "sauer" machen kann, rückt immer mehr ins Bewusstsein. Doch welche Folgen dies genau hat und ob man selbst zu den Betroffenen gehört, wissen die wenigsten einzuschätzen. Viele Anrufer fragten daher grundsätzlich, wie sie eine Übersäuerung erkennen können. "Eine genaue Beurteilung des Säure-Basen-Haushaltes ist eigentlich nur mit Hilfe laboranalytischer Messungen möglich, die man beim Arzt durchführen lassen muss", erklärt Dr. Gaber. Dazu gehört zum Beispiel die Messung des Urin-pH, die jedoch nicht sehr genau und daher wenig aussagekräftig ist. Die Apothekerin empfiehlt daher, die eigenen Essgewohnheiten zu prüfen, da diese einen Aufschluss über eine mögliche Übersäuerung geben können. Die Belastung durch zu viel Säure beeinflusst die gesamten Stoffwechselvorgänge im Körper. Deshalb rät Ernährungswissenschaftlerin Dr. Lassnack, auch auf allgemeine Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten zu achten.

Volkskrankheit Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind eine echte Volkskrankheit, denn eine große Zahl der Anrufer hatte Fragen zu diesem Thema. Die Betroffenen klagten über immer wiederkehrende Muskelverspannungen oder den typischen Hexenschuss. Das ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern schränkt auch die Bewegungsfähigkeit im Alltag stark ein. Prof. Vormann: "Diese Symptome sind ein Signal des Körpers, auf das Sie hören sollten. Forscht man genauer nach, dann liegt den Problemen im Rückenbereich oft ein und dieselbe Ursache zugrunde, nämlich eine chronische Übersäuerung des betroffenen Gewebes". Um die Schmerzen ursächlich zu bekämpfen, rät Prof. Vormann zu einem aktiven Säureabbau mit Hilfe eines Basenpräparates, wie zum Beispiel Basica Vital. Er empfiehlt die Anwendung über mindestens vier Wochen hinweg, da es eine Weile dauert, bis sich das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder eingestellt hat.

Mehr Lebensqualität bei Arthrose

Arthrose-Patienten stehen unter einem großen Leidensdruck. Viele Betroffene wollten daher wissen, wie sie ihr Wohlbefinden verbessern können. Rheumaerkrankungen, zum Beispiel einer Knie-Arthrose, liegen Gelenkentzündungen zugrunde, bei denen sich Säuren bilden. Deshalb kann sich die Einnahme eines Basenpräparates auch hier positiv auswirken. Apothekerin Jutta Doebel: "Die Vitalstoffe können Schmerzen vermindern, die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke verbessern und den Schmerzmittelverbrauch senken. Die Lebensqualität der Patienten kann deutlich verbessert werden".

Wie sieht die richtige Ernährung aus?

Immer wieder zeigte sich bei den Anrufern das starke Interesse, mehr basenbildende Lebensmittel zu sich zunehmen. Doch welche zählen dazu und welche nicht? Dr. Gaber: "Essen Sie mehr Obst, Gemüse und Salat! Denn dies sind die einzigen basischen Lebensmittel in unserer Ernährung. Je höher der Anteil an schwefelhaltigem Eiweiß in einem Nahrungsmittel, desto saurer ist es. Neben Fleisch und Fisch gehören hierzu auch Milchprodukte und Getreide. Daneben gibt es auch neutrale Lebensmittel wie Süßwaren, Fette und Öle, die den Organismus zwar nicht mit Säure belasten, jedoch auch keine Basen liefern."

Schlank und fit ins Frühjahr

Gerade jetzt im Frühjahr sind Abnehmkuren ein geschätztes Mittel, um überflüssige Pfunde loszuwerden. Einige Fragen der Telefonaktion beschäftigten sich auch speziell mit dem Thema "Gewichtsreduktion". Schwung und neue Energie – das versprechen viele Diäten und Fastenkuren. Stattdessen fühlte sich eine Anruferin zwar um einiges leichter, aber auch müde und energielos. Dr. Lassnack erklärte den Trugschluss: "Durch den verstärkten Abbau von Fettgewebe entstehen bei einer Diät oder Fastenkur viele saure Stoffwechselprodukte. Wenn der Diätplan viele basische Lebensmittel enthält, können die Säuren neutralisiert werden. Doch bei unausgeglichenen und extremen Diäten werden nicht genug Nahrungsmittel mit basenbildenden Mineralstoffen und Salzen zugeführt." Die Ernährungswissenschaftlerin rät daher von Extremkuren ab. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Salat und Gemüse ist der richtige Weg zum Wunschgewicht und bringt gleichzeitig Schwung, Energie und Lebensfreude.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Weitere Informationsquellen:

www.saeure-basen-forum.de
(Informationen und Studien zum Thema Säure-Basen-Haushalt aus Medizin und Forschung)
www.dge.de
(Homepage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.)
www.basica.de
(Therapeutenverzeichnis, Säure-Basen-Rechner, Nahrungsmitteltabelle, Broschüren, Produktübersicht)



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