Gesundheits-News

Knochen brechen schnell
Je früher Knochenschwund erkannt wird, desto besser


(djd/pt). Omas Anruf war ein Schock: "Ich kann nicht auf die Kinder aufpassen, bin gestern gestürzt und hab mir den Arm gebrochen." Gestürzt, gebrochen? Das kann nicht sein: Unsere Oma ist doch fit wie ein Turnschuh - oder etwa nicht? Häufig bemerken wir erst, dass Muskelkraft und Knochenfestigkeit unserer Mütter nachlassen, wenn es zu Stürzen oder gar zum ersten Bruch gekommen ist.

Risiken erkennen

Experten empfehlen der Familie, genau hinzusehen und mögliche Veränderungen rechtzeitig zu registrieren: Wirkt Oma kleiner als früher? Bleibt sie häufiger in der Wohnung? Schon vermeintliche Kleinigkeiten können Indizien für eine beginnende Osteoporose sein. Die auch als Knochenschwund bekannte Krankheit geht mit einer fortschreitenden Abnahme der Knochendichte einher. Besonders Frauen nach den Wechseljahren sind von dem schleichenden Knochenabbau betroffen, der schmerzhafte Brüche und massive Schmerzen nach sich zieht. Genetische Veranlagungen und hormonelle Veränderungen begünstigen die Krankheit ebenso wie geringes Körpergewicht, einseitige Ernährung und fehlende körperliche Betätigung (Infos unter 0800-673673673 und www.osteoporose.msd.de).

Brüche verhindern

Der diesjährige Welt-Osteoporose-Tag, der alljährlich im Oktober stattfindet, will über Maßnahmen informieren, wie Brüche verhindert und das eigene Osteoporoserisiko erkannt und reduziert werden kann. Um Trittunsicherheit und häufiges Stolpern zu vermeiden, sind individuelle Physiotherapien, Gleichgewichts- und Gangübungen sinnvoll. Auch das Beseitigen von Sturzfallen ist hilfreich. Mit der frühzeitigen Einnahme von Kalzium und Vitamin D ist es zudem möglich, der beginnenden Erkrankung entgegenzuwirken. Fortschreitender Knochenschwund kann mit modernen Bisphosphonaten wie Alendronat gestoppt werden. Um den erhöhten Knochenabbau zu bremsen und gleichzeitig das Sturz- und Bruchrisiko zu mindern, steht Frauen nach der Menopause eine kombinierte Wochentablette zur Verfügung - sie enthält zusätzlich zu Alendronat die empfohlene Wochendosis an Vitamin D, das den Einbau von Kalzium in die Knochen fördert und in einer Untersuchung auch die Muskelkraft stärkte.

Im Internet können Betroffene wichtige Tipps und Hinweise zur Sturz- und Bruchprävention finden.
Im Internet können Betroffene wichtige Tipps und Hinweise zur Sturz- und Bruchprävention finden.

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