Gesundheits-News

Hörverlust: Eine unterschätzte Gefahr
Studie zeigt Informationsmängel


(djd/pt). Die Gefahr, einen Hörverlust zu erleiden, wird in der Bevölkerung stark unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie von TNS Infratest, welche im Rahmen der globalen Aufklärungsinitiative "Hear the World" des Hörsystemherstellers Phonak durchgeführt wurde (www.hear-the-world.com). Dabei wurden rund 3.000 Menschen in Deutschland, Frankreich und den USA befragt. 17 Prozent von ihnen hatten bereits einmal Probleme mit dem Gehör. Doch nur jeder zweite Betroffene suchte deswegen Rat in der Praxis seines Hausarztes oder eines Spezialisten.
Vielen ist zudem nicht bewusst, wie wichtig es ist, das Gehör zu schützen. Nur 36 Prozent der Befragten fühlen sich gut über das Thema "Hören" informiert. Die Gefahren für das Gehör sind immerhin bekannt: 96 Prozent ist bewusst, dass zu laute Musik gefährlich sein kann. Trotz dieses Wissens ergreifen nur 35 Prozent entsprechende Schutzmaßnahmen. Diese Diskrepanz bestätigt auch der deutsche Berufsverband der HNO-Ärzte: Das Tragen eines Gehörschutzes am Arbeitsplatz ist ab 80 Dezibel vorgeschrieben. Diese Werte werden in der Freizeit häufig deutlich überschritten. Nicht selten dröhnt es mit rund 100 Dezibel - das entspricht einer Bohrmaschine - aus MP3-Playern oder Lautsprechern in Diskos!
Ob das dem Gehör bereits Schaden zugefügt hat, wissen die wenigsten. Nur 16 Prozent der Deutschen haben jemals einen Hörtest durchgeführt, während Sehtests praktisch als selbstverständlich angesehen werden.

Placido Domingo engagiert sich als Botschafter der Aufklärungsinitiative Hear the World von Phonak, die auf die Bedeutung des Hörvermögens und die Auswirkungen von Hörminderungen aufmerksam machen möchte.
Placido Domingo engagiert sich als Botschafter der Aufklärungsinitiative Hear the World von Phonak, die auf die Bedeutung des Hörvermögens und die Auswirkungen von Hörminderungen aufmerksam machen möchte.

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