Gesundheits-News

Herz-Kreislauf-Erkrankungen - was jeder selbst tun kann
Herzgesundheit


(djd/pt). Immer noch sterben die meisten Menschen in Europa an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO): über fünf Millionen Europäer pro Jahr. In der Statistik der Todesursachen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen damit Spitzenreiter und übertreffen sogar die Gesamtsumme der an den verschiedenen Krebsarten Verstorbenen. Dabei ließe sich gerade für Herz und Kreislauf präventiv, also vorbeugend, viel tun. Eine große Rolle spielt zum Beispiel das Cholesterin. Zum größten Teil stellt der Körper es selber her, den Rest nimmt man durch Fette in der Nahrung auf. In zwei Formen gelangt es in den Blutkreislauf: Als "nützliches" HDL-Cholesterin (high density lipoprotein), das Gefäßablagerungen (Arterienverkalkung, Arteriosklerose) entgegenwirkt, und als "schädliches" LDL-Cholesterin (low density lipoprotein), das eine Arterienverkalkung begünstigt. Viele Studien zeigen, dass zu hohes LDL-Cholesterin einer der Hauptrisikofaktoren für Herzinfarkte ist.

Das Risiko senken

Viele Menschen ab 35 Jahren haben bereits einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel und damit ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Um diese Gefahr allgemein zu reduzieren, empfiehlt die WHO nicht nur einen Gesamtcholesterinwert unter 190 mg/dl, sondern auch Nichtrauchen, körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, kein Übergewicht, einen Blutdruck unter 140/90 mmHg, einen normalen Zuckerhaushalt und die Vermeidung von übermäßigem Stress.
Dabei sollte das LDL-Cholesterin entsprechend dem persönlichen Risiko gesenkt werden. Als Risikofaktoren gelten etwa Rauchen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Übergewicht, Bluthochdruck, ein bereits überstandener Herzinfarkt oder eine erbliche Veranlagung. Letztere kann schon bei jüngeren Menschen oder sportlich Aktiven zu erhöhten Cholesterinwerten führen. Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto niedriger sollte der Cholesterinspiegel sein. Doch trotz Abnehmen, Sport treiben und fettarmer, ballaststoffreicher Vollwertkost sinken die Werte oft nicht auf die empfohlene niedrige Stufe, den so genannten Zielwert. Hier kann der Arzt Medikamente verordnen, die das Cholesterin senken können. Der Erfolg der Therapie sollte durch regelmäßige Bluttests kontrolliert werden. Persönliches Engagement mit einem gesunden Lebensstil und die durch den Arzt individuell festgelegte Behandlung können das Herzinfarktrisiko senken.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
(djd/pt). Immer noch sterben in Europa die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO): über fünf Millionen Europäer pro Jahr. Dabei ließe sich gerade für Herz und Kreislauf vorbeugend viel tun. Eine große Rolle spielt zum Beispiel das Cholesterin im Blut. Es gibt zwei Formen: "nützliches" HDL-Cholesterin, das der Arterienverkalkung (Arteriosklerose) entgegenwirkt, und "schädliches" LDL-Cholesterin, das die Arterienverkalkung begünstigt. Studien zeigen, dass zu hohes LDL-Cholesterin einer der wichtigsten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt ist. Um diese Gefahr zu senken, empfiehlt die WHO einen Gesamtcholesterinwert unter 190 mg/dl. Dabei sollte das Cholesterin entsprechend dem persönlichen Risiko gesenkt werden. Als Risikofaktoren gelten u.a. Rauchen, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bluthochdruck, ein bereits überstandener Herzinfarkt oder eine erbliche Veranlagung. Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto niedriger sollte vor allem der LDL-Cholesterinspiegel sein. Doch trotz Abnehmen, Sport treiben und gesunder Ernährung sinken die Werte oft nicht auf den empfohlenen Zielwert. Dann sollten Patienten mit einem hohen Herz-Kreislauf-Risiko Medikamente einnehmen, die den Cholesterinwert senken können.




« zurück

© 2006 klinik-krankenhaus.de - Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Herzgesundheit
zum Seitenanfang