Gesundheits-News

Heimliche Gefahr
Hepatitis B ist hundertmal ansteckender als Aids


(djd/pt). Schon seit Wochen fühlte er sich schlapp. Schleppte sich müde und erschöpft zur Arbeit. Reinhard M musste sich sogar zum Essen zwingen, von Appetitlosigkeit und Übelkeit geplagt. Erst Monate später, als er sich eigentlich schon wieder viel besser fühlte, ging er zum Arzt. War vielleicht sein Urlaubsflirt vor einem halben Jahr auf der Insel Zypern schuld? Ängstlich dachte er zunächst an die Gefahren von AIDS. Was er nicht wusste: Es gibt ein hundertmal ansteckenderes Virus, das ebenfalls über ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird: Hepatitis B – und so lautete dann auch die Diagnose des behandelnden Arztes.

Auch bei Tattoo oder Piercing ist Vorsicht geboten

Mehr als zwei Milliarden Menschen, eine von drei Personen weltweit, sind mit Hepatitis B infiziert. 300-400 Millionen Menschen sind chronisch erkrankt. Und es muss nicht unbedingt der Geschlechtsverkehr sein, mittels dessen sich das Virus seinen Weg bahnt: Auch die gemeinsame Benutzung von Rasierklingen, von Zahnbürsten, Ohrringen oder Body-Piercings sind mögliche Übertragungswege - ebenso wie das Stechen eines Tattoos mit einer unsterilen Nadel. Wird die Infektion nicht rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann die Erkrankung chronisch werden und zu einer Zersetzung des Lebergewebes, zur so genannten Leberzirrhose führen. Darüber hinaus ist diese Form der Infektion für 80 Prozent aller Fälle von Leberkrebs verantwortlich.

Aufklärung tut Not

Um das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Gefährlichkeit von Hepatitis B zu wecken, wurde anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages im Oktober dieses Jahres eine Internetseite (www.HepB.de) ins Netz gestellt, die eine Fülle von Hintergrundfakten zum Thema liefern. Empfehlenswert sind auch die Seiten www.leberhilfe.org und www.kompetenznetz-hepatitis.de. Denn Schutz ist möglich: Zur Vorbeugung von Hepatitis B gibt es einen Impfstoff, der - bei dreimaliger Verabreichung - einen vollständigen Impfschutz gewährleistet.



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