Gesundheits-News

Gute Sonne, böse Sonne
Wie lässt sich im Sommer die Haut schützen?


(djd/pt). Die Haut vergisst nichts, und gerade wiederholte Sonnenbrände beschleunigen die Hautalterung und erhöhen das Hautkrebsrisiko. Vorsicht ist also angesagt, damit die Haut nicht im Laufe der Zeit wie die eines wettergegerbten Seemanns aussieht. "Vor allem im Frühjahr und Frühsommer, wenn es noch nicht so heiß ist, unterschätzen viele die Intensität der Sonnenstrahlung", warnt Dr. Frank-Michael Pawlak, Facharzt für Dermatologie in Bochum. "Ungebräunte Haut ist jedoch sehr lichtempfindlich und muss sich erst an die Sonne gewöhnen."

Den Sonnenbrand löschen

Bei den ersten Anzeichen eines Sonnenbrands ist es wichtig, umgehend aus der Sonne zu gehen und auch im Schatten alle betroffenen Körperteile zu bedecken. Damit die Haut nicht weiter geschädigt wird, sind sofortiges Kühlen und Befeuchten angesagt. Nach der ersten Kühlung ist es sinnvoll, die betroffenen Stellen mit stark wasserhaltigen Gels, Lotionen oder Schaumsprays zu behandeln. "Neben der äußerlichen Behandlung eines Sonnenbrands kann auch die Einnahme von Acetylsalicylsäure zusammen mit Vitamin C sinnvoll sein", rät Pawlak. Diese Kombination, zum Beispiel in Aspirin Plus C, lindert Schmerzen und die Entzündungsreaktion. Außerdem unterstützt Vitamin C das durch die übermäßige UV-Strahlung beeinträchtigte Immunsystem. Um den Flüssigkeitsspeicher der Haut nach einem Sonnenbrand wieder aufzufüllen, sollte viel Wasser getrunken werden.

Gut vorbereitet in die Sonne

Wer sich lange in der Sonne aufhält, sollte Kopf und Körper schützen, denn die Stärke der UV-Strahlung ändert sich je nach Tages- und Jahreszeit, geographischer Lage, Umgebung, Bewölkung und Höhenlage. Zum Beispiel gelangen 60 Prozent der täglichen UV-Strahlung zwischen 11 und 15 Uhr auf die Erde. Und 90 Prozent der Strahlen durchdringen auch eine dünne Wolkendecke. Schutz bietet luftige, aber eng gewebte Kleidung, beispielsweise aus Baumwolle. Ebenfalls sinnvoll ist atmungsaktive Funktionskleidung mit permanentem UV-Schutz, zudem Sonnenhut, Sonnenbrille mit UV-Filter und Sonnenschutzmittel mit einem dem Hauttyp entsprechenden Lichtschutzfaktor. Auch der Aufenthaltsort ist zu berücksichtigen: Ein heller Strand kann bis zu 25 Prozent der Strahlung reflektieren und macht einen höheren Schutz notwendig. Vorsicht ist auch im Schatten geboten: Bis zu 50 Prozent der UV-Strahlung wird durch Staub und Luftteilchen in den Schatten reflektiert.

Bereits im Frühsommer kann ungebräunte und ungeschützte Haut verbrennen.
Bereits im Frühsommer kann ungebräunte und ungeschützte Haut verbrennen.

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