Gesundheits-News

Gefahr aus dem Blutbeutel


(djd/pt). Medikamente aus Blut können Krankheiten übertragen. Davor warnt Professor Susanne Modrow vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Regensburg. Ihre Untersuchung weist nach, dass Spenderblut trotz Filterung häufig mit Viren verseucht ist. "Jedes aus Menschen oder Tieren gewonnene Produkt ist potenziell mit Infektionserregern belastet, die beim Menschen Krankheiten auslösen können", warnt Modrow. Als besonders gefährlich schätzt sie neue Varianten bekannter Viren wie etwa jene der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ein. Damit sind nicht nur jene, die an der Bluterkrankheit (Hämophilie) leiden, gefährdet, sondern grundsätzlich alle Menschen, die aus Spenderblut gewonnene Medikamente einnehmen. Sicherheit bieten alternative Medikamente, die synthetisch, also ohne Blut, gewonnen werden: die rekombinanten Faktorenpräparate. Sie schließen die Übertragung von Creutzfeldt-Jakob oder anderen, noch unbekannten Erregern aus.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---


Professor Susanne Modrow vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Regensburg warnt vor virenbelasteten Medikamenten aus Blut.
Professor Susanne Modrow vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Regensburg warnt vor virenbelasteten Medikamenten aus Blut.

« zurück

© 2006 klinik-krankenhaus.de - Gefahr - Blutbeutel
zum Seitenanfang