Feueralarm im Auge
Probleme durch Bildschirmarbeit sind weit verbreitet
(djd/pt). Genickschmerzen und Augenbrennen: Das sind die häufigsten Beschwerden, die im Zusammenhang mit Bildschirmarbeit bekannt sind. Dies ergab eine TNS Emnid-Studie, die außerdem feststellte, dass auch Augenbeschwerden ein relativ weit verbreitetes Problem unter den Bundesbürgern sind. Jeder zweite Befragte leidet manchmal oder sogar häufig unter einem Brennen oder Rötungen der Augen. Besonders stark ausgeprägt ist das Problem in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen: Hier sind 61 Prozent der Befragten betroffen. Und alarmierend ist auch die hohe Zahl junger Menschen, die darunter leiden. 68 Prozent aller Schüler machen gelegentlich oder sogar oft gerötete oder brennende Augen zu schaffen.
Brennende Augen - verschwommenes Bild
Oft steckt hinter dem Problem eine Benetzungsstörung des Auges, auch trockenes Auge genannt. Dabei tränen die Augen häufig, da die Tränenschicht zu schnell verdunstet und der Tränenfilm aufreißt. Bis zum nächsten Lidschlag, der den Tränenfilm wieder gleichmäßig auf dem Auge verteilt, liegt die empfindliche Hornhaut blank, ihr fehlt die Schutzbarriere. Künstliche Tränen können - je nach Inhaltsstoffen - die Tränenfilmaufrisszeit wesentlich verlängern.
Erste Hilfe für gestresste Augen
Entsprechende Präparate bietet zum Beispiel AMO (Advanced Medical Optics) mit dem "blink"-Augentropfensortiment für unterschiedliche Bedürfnisse an. Die Augentropfen unterscheiden sich durch ihre Wirkstoffe und deren Zusammensetzung, die Einfluss auf die Viskosität und die Verweildauer am Auge haben. So sorgt beispielsweise "blink intensive tears" für einen lang anhaltenden Schutz vor Trockenheitsgefühl und Augenreizungen. Durch die spezielle Zusammensetzung mit hoher Viskosität wird die Feuchtigkeit deutlich länger am Auge bewahrt. Das Präparat ist daher gerade für Menschen geeignet, deren Tränenfilmproduktion aufgrund besonderer Stresssituationen für das Auge reduziert ist. Diese Folge kann auch die Einnahme bestimmter Medikamente (zum Beispiel Hormonersatztherapie, Antihistamine, Antibabypille) oder der natürliche Alterungsprozess haben.
--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Das trockene Auge wird immer häufiger
Die Anzahl der Patienten, die unter einem trockenen Auge leiden, hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Warum das so ist, wurde bislang nicht eindeutig geklärt. Mögliche Ursachen können in der wachsenden Umweltbelastung sowie in der Klimatisierung von Wohnungen, Arbeitsplätzen und Autos liegen. In letzter Zeit mehren sich Berichte, dass bei gesteigerter Lesetätigkeit und bei der Arbeit an Bildschirmgeräten das trockene Auge auftritt - insbesondere wenn der Arbeitsplatz nicht optimal eingerichtet ist.
Konzentrierte Naharbeit, zum Beispiel am Bildschirm, kann die Lidschlagfrequenz verringern.
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