Gesundheits-News

Ein Wechsel will gut überlegt sein
Leistungsumfang einer neuen Krankenversicherung sollte gründlich geprüft werden


(djd/pt). Der Übertritt in die private Krankenversicherung (PKV) wird Arbeitnehmern künftig erleichtert. Er ist bereits dann möglich, wenn ihr Bruttoeinkommen die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze in einem Kalenderjahr überschritten hat - bisher war der Einstieg erst dann erlaubt, wenn das Gehalt drei Jahre über der Grenze lag. Dennoch sollten sich Verbraucher einen Wechsel sehr gut überlegen.

Mögliche Lücken bei wichtigen Leistungen

"Faktisch unterschreibt man in der PKV einen privatrechtlichen Vertrag mit komplexen Bedingungen und vielen Klauseln", erläutert Gesundheitsökonom Thorben Weichgrebe von der BKK Wirtschaft und Finanzen.

Leistungsunterschiede zu gesetzlichen Kassen (GKV) zeigen sich beispielsweise im Bereich von Anschlussheilbehandlungen, Rehabilitationsmaßnahmen oder bei Versorgungen in modernen Versorgungszentren verschiedener ärztlicher Richtungen. "Verlassen Sie sich daher nicht auf das Vertrauen in einen Vermittler oder eine Versicherung. Entscheidend ist immer der gegenüber dem Versicherer vertraglich vereinbarte einklagbare Anspruch. Und für den ist im Zweifel jeder selbst verantwortlich", betont Thorben Weichgrebe.

Private Zusatzversicherungen als Alternative

Interessenten sollten sich daher in jedem Fall auf Basis der konkreten Bedingungen einzelner Tarife beraten lassen, um vor mancher Illusion bewahrt zu bleiben. Heilpraktiker- und Chefarztbehandlung sind zwar wünschenswerte Zusatzleistungen, aber letztlich über private Zusatzversicherungen mit allen Vorteilen der GKV kombinierbar. Entsprechende Tipps gibt es bei der BKK Wirtschaft und Finanzen unter der Telefonnummer 0800- 5661-800.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Späterer Wechsel ist teuer

Die Bedeutung privatrechtlicher Leistungsformulierungen wird den meisten PKV-Versicherten erfahrungsgemäß erst nach zehn bis 15 Jahren bewusst, nämlich dann, wenn man wirklich krank ist. Thorben Weichgrebe: "Dann ist ein Wechsel zu einer anderen privaten Versicherung wegen bestehender Vorerkrankungen aber entweder teuer oder aber gar nicht mehr möglich." Durch den Einsatz einer Vergleichssoftware ist die BKK in der Lage, auf Basis der konkreten Versicherungsbedingungen einzelner PKV-Tarife fundiert und quellengestützt zu beraten.

Der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung sollte nicht einfach über Bord geworfen werden.
Der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung sollte nicht einfach über Bord geworfen werden.

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