Die unterschätzte Volkskrankheit
Neuer "Gesundheitsindex" mit überraschenden Ergebnissen
(djd/pt). Rückenschmerzen sind mittlerweile über alle Altersgruppen hinweg zu einer Art Volkskrankheit geworden - die aber immer noch von den meisten Menschen deutlich unterschätzt wird. Das ist ein Ergebnis einer umfangreichen Studie, die das Marktforschungsinstitut TNS Emnid für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG erstellt hat. Die Befragung von 4.000 Menschen aus 40 Regierungsbezirken in West- und Ostdeutschland ergibt einen bundesweiten, repräsentativen Gesundheitsindex, der sowohl beim Auftreten von Erkrankungen, bei den Ängsten vor Krankheiten und bei den vorbeugenden Maßnahmen große regionale Unterschiede offenbart.
45 Prozent der Bundesbürger leiden an Rückenschmerzen
73 Prozent der Befragten fürchten sich vor Krebserkrankungen - der mit Abstand höchste Wert. Vor einem Schlaganfall ängstigen sich 64 Prozent der Bundesbürger, vor einem Herzinfarkt 59 Prozent. Weniger als die Hälfte der Befragten - nämlich 40 Prozent - haben Angst vor Rückenschmerzen. "Ich hab's im Kreuz", ist allerdings die wohl mit Abstand häufigste Klage in deutschen Arztpraxen. Denn sage und schreibe 45 Prozent der interviewten Bundesbürger litten zum Zeitpunkt der Befragung an Rückenschmerzen. In der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen sind 47 Prozent betroffen, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 38 Prozent, und selbst bei den 14- bis 29-Jährigen leiden 31 Prozent, also fast jeder Dritte, schon an Rückenschmerzen.
Die Deutschen tun etwas für ihre Gesundheit
Der Gesundheitsindex brachte durchaus auch positive Ergebnisse: "Die Deutschen tun sehr viel dafür, um das Entstehen von Krankheiten zu vermeiden oder wieder gesund zu werden", hebt Dr. Michael Albert, Vorstand der Allianz Privaten Krankenversicherung, hervor. Denn 82 Prozent der Befragten gaben an, sich gesund zu ernähren, 59 Prozent informieren sich vorbeugend über Erkrankungen und Vorsorgemöglichkeiten, und mehr als die Hälfte - nämlich 56 Prozent - treibt regelmäßig Sport!
Die Angst vor Rückenschmerzen ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt.
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