Gesundheits-News

Die sanfte Methode
Scheidentrockenheit lässt sich auch hormonfrei behandeln


(djd/pt). Unangenehme Scheidentrockenheit ist eine Erfahrung, die viele Frauen in den Wechseljahren machen. "Meist ist das auf den sinkenden Östrogenspiegel während der Menopause zurückzuführen. Durch den Hormonmangel sondert die Vaginalhaut nicht ausreichend Feuchtigkeit ab. Sie wird dünner, weniger elastisch und unangenehm trocken", erklärt Dr. Karla Junghanns, Gynäkologin in Düsseldorf. Die Vaginalhaut reagiert in diesem Fall wie trockene Körperhaut: Sie kann rissig werden und schmerzen. Die Anfälligkeit der Scheide für kleine Verletzungen und Wunden steigt. Diese Irritationen sind nicht selten ein Nährboden für Infektionen.

Auch junge Mütter kennen das Phänomen

Scheidentrockenheit kann aber auch nach einer Geburt oder in der Stillzeit auftreten. In diesem Fall liegt die Ursache ebenfalls in hormonellen Veränderungen. Gerade für junge Mütter, aber auch für ältere Frauen, die sich nicht unbedingt einer Hormontherapie aussetzen wollen, stellt sich die Frage: Gibt es hormonfreie Behandlungsalternativen? Dr. Karla Junghanns: "Ja. Denn Frauen, bei denen eine Hormontherapie nicht nötig bzw. nicht angezeigt ist, oder die keine Hormone wollen, können die Scheidentrockenheit auch lokal ohne hormonelle Belastung behandeln." Auch Pharmazeut Markus Vogel aus Zella-Mehlis in Thüringen weiß aus seiner praktischen Erfahrung als Apotheker: "Scheidentrockenheit belastet auch häufig die Partnerbeziehung. Hier können langfristig hormonfreie Präparate helfen."

Wirkung wurde belegt

Diese feuchtigkeitspendende Wirkung wurde unter anderem durch eine Studie an der New York University School of Medicine belegt: Dabei wurde ein bioadhäsives, also wie eine zweite Haut anhaftendes vaginales Feuchtigkeitsgel (Replens Sanol, in Apotheken) mit einer östrogenhaltigen Vaginalcreme verglichen. Das Ergebnis: Das hormonfreie Gel stellte die vaginale Feuchtigkeit ebenso rasch wieder her wie ein Hormonpräparat. Auch die Elastizität der Scheide profitiert deutlich. Weitere Informationen zu diesemm Thema gibt es online auf www.vaginaltrockenheit.de.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---


Übermäßiger Stress kann den Hormonhaushalt aus dem Lot bringen und daher auch zu Scheidentrockenheit führen.
Übermäßiger Stress kann den Hormonhaushalt aus dem Lot bringen und daher auch zu Scheidentrockenheit führen.

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