Gesundheits-News

Der Trick mit dem Spiegel
Erfolgreiche Therapie zum Abbau der Folgen eines Schlaganfalls


(djd/pt). "Dieser verfluchte Stau auf der Stadtautobahn. Jetzt ist es schon 11.30 Uhr. Hoffentlich schaffe ich noch den Flieger nach London! Der Termin darf einfach nicht platzen. Und diese unerträglichen Kopfschmerzen - kaum auszuhalten! Irgendwas ist mit meinen Augen ...". So ungefähr verliefen die letzten Minuten von Harald K., bevor er vom Parkplatz zum Flugzeug hetzte. Sein Kollege, der schon den Fensterplatz eingenommen hatte, blickte den 44-Jährigen Softwarespezialisten nur fragend an. Irgendwas war mit Harald nicht in Ordnung, das sah er sofort.

Glück im Unglück

Harald K. hatte Glück im Unglück: Hoch über den Wolken kam man schnell zu dem Schluss, dass er einen Schlaganfall erlitten hatte - und tat genau das Richtige. Bei der Landung in Heathrow wartete schon ein Spezialistenteam auf ihn, um in einer "Stroke Unit" - einer spezialisierten Abteilung für Schlaganfallbehandlung - alles Notwendige zu tun, damit ein eventuell vorhandenes Blutgerinnsel aufgelöst und das Gehirn vor schweren, dauerhaften Schäden bewahrt werden konnte. Danach wurde Harald K. mehrere Monate in der Median Klinik Berlin behandelt. Einseitige Lähmungen, Konzentrations-, Gleichgewichts- und Sprachstörungen: Auch Harald K. blieb von den typischen Symptomen eines Schlaganfalls nicht verschont. Er kämpfte mit den Folgen in anstrengenden Therapien - Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, Krankengymnastik.

Das Prinzip des Spiegels

Als besonders effektiv erwies sich eine neue Therapiemethode der neurologischen Rehabilitation: die Spiegeltherapie. Das Prinzip besteht darin, einen Spiegel in der Körpermitte des Patienten im rechten Winkel auf einem Tisch zu platzieren und die betroffene Extremität - im Fall von Harald K. seinen linken Arm - hinter dem Spiegel zu lagern. Wenn Harald K. dann von rechts in den Spiegel schaut, sieht er dort das Spiegelbild seines gesunden rechten Armes, als wäre es der betroffene, durch den Schlaganfall gelähmte linke Arm. So erhält der Patient das Gefühl, sein kranker Arm bewege sich wieder, was wiederum - langfristig und bei regelmäßigem Üben - einen Einfluss auf dessen Beweglichkeit hat. Dieses Phänomen ist darauf zurückzuführen, dass bei der Vorstellung und Beobachtung von Bewegungen offensichtlich ähnliche neuronale Netze im Gehirn aktiviert werden wie bei der Ausführung der Bewegung selbst. Die Idee zum therapeutischen Einsatz des Spiegels stammt übrigens aus der Beobachtung, dass sein Einsatz bei teilamputierten Patienten zu Wahrnehmungen in den amputierten Gliedmaßen führte.

Info: In der Median Klinik Berlin werden jährlich 400 Schlaganfallpatienten behandelt. 20 Therapeuten sind speziell geschult, damit bei allen in Frage kommenden Patienten die Spiegeltherapie zum Einsatz kommen kann. Daneben gibt es viele andere Bausteine zur effektiven Nachbehandlung. Die Klinik befindet sich im Ortsteil Kladow, idyllisch in Wald- und Wassernähe gelegen, nur 30 Autominuten von der City entfernt. Unter www.median-kliniken.de gibt es alles Wissenswerte.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---


An der Median Klinik Berlin sind 20 Therapeuten speziell geschult, um bei allen in Frage kommenden Patienten die Spiegeltherapie einsetzen zu können.
An der Median Klinik Berlin sind 20 Therapeuten speziell geschult, um bei allen in Frage kommenden Patienten die Spiegeltherapie einsetzen zu können.

« zurück

© 2013 klinik-krankenhaus.de - Trick - Spiegel - Erfolgreiche - Therapie - Abbau - Folgen - Schlaganfalls
zum Seitenanfang