Gesundheits-News

Dem Cholesterin kontra geben
Auf ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung setzen


(djd/pt). Rund 40 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung unter einem erhöhten Cholesterinspiegel. Wer weniger und bessere Fette zu sich nimmt und sich regelmäßig bewegt, tut bekannterweise bereits einiges dafür, den Cholesterinspiegel einzudämmen. Weniger bekannt ist allerdings, dass auch Hafer einen positiven Einfluss auf den Cholesterinwert nehmen kann.

Hafer ist besonders zu empfehlen

Als Vollkornprodukte haben Haferflocken einen hohen Ballaststoffgehalt. Die unlöslichen Ballaststoffe in Haferflocken und Haferkleie kurbeln durch ihr hohes Quellvermögen die Verdauung an. Die löslichen Ballaststoffe, zu denen etwa das Beta-Glucan aus dem Hafer zählt, können die Ausscheidung von Gallensäuren anregen. Zur Neubildung von Gallensäuren benötigt der Körper das in den Blutbahnen zirkulierende Cholesterin. Dadurch kann der Cholesterinspiegel im Blut auf einem gesunden Level gehalten werden.
Haferkleie, die in erster Linie aus den nährstoffreichen Randschichten und dem Keimling des Haferkerns besteht, gibt es in Form von Grütze oder zarten löslichen Flocken. Eine halbe Tasse Haferkleie pro Tag im Müsli, im Haferbrei oder auch als Zutat im selbstgebackenen Brot genügen bereits, um positiv auf den Cholesterinspiegel einzuwirken. Wer auch bei anderen Snacks Haferprodukte einbauen will, kann es einmal mit Plätzchen oder Muffins aus Hafermehl probieren. Aber auch "normale" Haferflocken mit ihrem leicht nussigen Geschmack sind gesund und lecker, vor allem in Kombination mit frischem Obst. Mit 40 Gramm Haferflocken sind übrigens bereits 16 Prozent des Tagesbedarfs an Ballaststoffen abgedeckt. Unter www.alleskoerner.de gibt es viele Informationen und Rezeptvorschläge rund um den Hafer.

Auf Fette achten

Daneben sind eine fettmodifizierte Ernährung, die regelmäßige Kontrolle des Körpergewichts und ausreichend Bewegung besonders wichtig, um die Cholesterinwerte im Griff zu behalten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, täglich fünf Portionen Gemüse und Obst zu essen und häufiger zu Vollkornprodukten und Kartoffeln zu greifen. Vor allem Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren, die überwiegend in tierischen Produkten wie Fleisch, Wurst, Käse und Butter enthalten sind, sollten nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen. Denn diese Fettsäuren fördern Fettstoffwechselstörungen und erhöhen den Cholesteringehalt im Blut. Pflanzliche Lebensmittel wie z.B. Haferflocken, sind dagegen arm an gesättigten Fettsäuren. Das Fett im Hafer besteht zu drei Vierteln aus ungesättigten Fettsäuren. Auch Fisch sowie pflanzliche Öle wie Raps- und Walnussöl sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen und Ablagerungen in den Blutgefäßen vorbeugen.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Wertvoller Hafer

Ursprünglich ist Hafer in der Schon- und Diätkost bekannt. Aufgrund seines günstigen Nährstoffgefüges und seiner Vielseitigkeit setzt sich Hafer jedoch in der täglichen Ernährung immer mehr durch. Haferflocken sind reich an den Vitaminen B1, K und Folsäure sowie an Mineralstoffen wie Magnesium und Eisen. Darüber hinaus kann das Eiweiß des Hafers im Organismus gut verwertet werden und dafür sorgen, dass der Körper leistungsfähig bleibt. B-Vitamine und Linolsäure tragen außerdem zu schöner Haut und schönen Nägeln bei. Nicht zuletzt ist Hafer zucker- und sehr natriumarm.

Frisches Ost und Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen wie etwa Hafer unterstützen einen ausgewogenen Cholesterinspiegel.
Frisches Ost und Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen wie etwa Hafer unterstützen einen ausgewogenen Cholesterinspiegel.

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