Bloß nicht pressen
Hämorriden vorbeugen
(djd/pt). Man spricht über sie am liebsten gar nicht - Hämorriden sind immer noch eine tabuisierte Krankheit. Dabei treten die je nach Ausprägung schmerzhaften Gefäßknoten keineswegs selten auf. Ärzte gehen davon aus, dass rund 70 bis 80 Prozent der Deutschen von den unangenehmen Enddarmproblemen betroffen sind. Häufiges Sitzen, wenig Bewegung, ungesunde Ernährungsweisen und Übergewicht sind einige der Faktoren, die diese unliebsame Zivilisationskrankheit begünstigen.
Immer reichlich trinken
Um der mit Jucken, Brennen und Schmerzen am After einhergehenden Erkrankung vorzubeugen, raten Ärzte auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie Vollkorn- und Milchprodukten zu achten und auf den übermäßigen Genuss von Kaffee und Alkohol zu verzichten. So lassen sich chronische Verstopfungen vermeiden, die als eine der Hauptursachen von Hämorriden angesehen werden. Damit sich keine vergrößerten Hämorriden entwickeln können, muss allerdings auch die Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser, Säften oder Tee stimmen. Bekommt der Körper nämlich zu wenig Flüssigkeit, wird der Darminhalt hart und unbeweglich. Starkes Pressen beim Stuhlgang ist die Folge. Dabei werden die Blutgefäße im Enddarm überdehnt und das Hämorridalgeflecht durch Stauung des Blutes vergrößert, was die schmerzhaften Aussackungen im Enddarm und After nach sich zieht.
Bakterienkulturen für den Heilungsprozess
Um die Darmtätigkeit anzuregen, ist regelmäßige Bewegung - mehrmals wöchentlich Laufen, Joggen oder Fahrrad fahren - nötig. Denn: Wenn die Verdauung funktioniert, wird starkes Pressen überflüssig - das schont die Enddarmgefäße. Gleichzeitig raten Experten davon ab, einer Darmträgheit mit Abführmitteln auf die Sprünge zu helfen. Verdauungsfördernde Präparate können negativ auf die Funktion des Schließmuskels wirken und durch häufigeren Stuhlgang zu Hautreizungen im Analbereich führen. Um die richtige Behandlung gegen Hämorriden zu finden, ist ein Besuch beim Hausarzt, Proktologen oder Internisten unerlässlich. Nur er kann entscheiden, ob die Hämorriden operiert, abgebunden oder mit so genannten Proktologika wie Posterisan behandelt werden müssen. Die innovativen Präparate, die als Salben, Zäpfchen oder Tamponaden erhältlich sind, lindern rasch die unangenehmen Symptome und wirken mit einer Bakterienkultursuspension (BKS) auf der Haut ähnlich wie eine oberflächliche Impfung. So werden die körpereigenen Abwehrkräfte am Ort der Entzündung aktiviert und der Heilungsprozess in Gang gebracht.
Um die richtige Behandlung gegen Hämorriden zu finden, ist ein Besuch beim Hausarzt, Proktologen oder Internisten unerlässlich.
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