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Angriff auf den Magen
Studie belegt positive Wirkung von Vitamin E und C bei Gastritis


(rgz). Stress schlägt auf den Magen. Oft äußern sich berufliche und familiäre Sorgen mit Druckbeschwerden, Sodbrennen, Völlegefühl oder Übelkeit. Hält der Reiz an, können die unangenehmen Symptome Anzeichen einer akuten oder chronischen Magenschleimhautentzündung sein. Die Ursachen dieser Erkrankung, die mit steigendem Lebensalter immer häufiger auftritt, sind vielfältig. Für eine akute Entzündung können neben Stress auch scharfe Speisen, Schmerzmittel, Kortison, Alkoholkonsum und Rauchen mitverantwortlich sein. Eine chronische Gastritis wird hingegen meist durch eine Infektion mit dem Bakterium Heliobacter pylori hervorgerufen. Experten schätzen, dass etwa 60 Prozent der über 60-Jährigen in den westlichen Ländern mit diesem Erreger infiziert sind.

Vitamine unterstützen die Heilung

Ob eine Infektion dann auch zu einer chronischen Entzündung führt, kann nur mit Hilfe einer Magenspiegelung festgestellt werden. Zur Behandlung werden in der Regel Antibiotika in Kombination mit magensäureblockierenden Substanzen eingesetzt. Eine aktuelle, klinische Studie der Universität Istanbul zeigt nun, dass sich der Erfolg der Standardtherapie mit der zusätzlichen Gabe von Vitamin C und E deutlich steigern lässt. Bei über 90 Prozent der Patienten, deren klassische Behandlung über einen Zeitraum von 30 Tagen mit beiden Vitaminen ergänzt wurde, konnten die Erreger beseitigt werden. Ohne zusätzliche Vitaminzufuhr wurden nur etwa 60 Prozent der Betroffenen beschwerdefrei.

Gute Erfahrungen in der Praxis

Aus einer Vielzahl von Studien ist bekannt, dass antioxidativ wirkende Stoffe wie Vitamin C und E positiv auf chronisch-entzündliche Erkrankungen wirken. So empfiehlt auch der Münchner Allgemeinmediziner Dr. Dr. Erwin Häringer die Einnahme von hochdosiertem Vitamin E - enthalten etwa in Optovit Fortissimum - bei Patienten mit chronischen Entzündungen: "Wir können dadurch sehr oft die herkömmliche, medikamentöse Therapie zurückfahren." Vitamin E wirke wie ein Radikalfänger und neutralisiere die häufig bei entzündlichen Prozessen auftretenden freien Radikale.

--- Daten/Fakten oder Kurztext ---
Stopp für Radikale

Bei bestimmten entzündlichen Erkrankungen werden in großen Mengen Sauerstoffradikale gebildet, die das gesunde Gewebe angreifen und schädigen können. "Diese zerstörten Zellen verstärken wiederum die Entzündungsreaktionen, wobei noch mehr Radikale freigesetzt werden", erklärt Prof. Dr. Olaf Adam von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sogenannte Antioxidanzien, wie Vitamin E, Vitamin C, Omega-3-Fettsäuren und Selen, können diesen Teufelskreis durchbrechen, indem sie freie Radikale abfangen. So kann der Entzündungsverlauf positiv beeinflusst werden.

Frauen leiden öfter unter Gastritis als Männer.
Frauen leiden öfter unter Gastritis als Männer.

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